Jahresrückblick 1999
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Bericht des Wanderwartes Nach den Umwälzungen im vergangenen Jahr konnte diese Saison wieder ruhiger begangen werden. Ein besonders schöner Frühling - allein im April und Mai hatten wir mehr Sonnentage als im gesamten Sommer 1998 - und Sommer sollten uns ACCer eigentlich dazu animiert haben besonders viel zu paddeln. Dies ist, wenn man es an den abgegebenen Fahrtenbüchern mißt, sicherlich der Fall (1998: 55,1999: 70); aber die dabei von jedem einzelnen zurückgelegten Kilometer waren geringer, denn die Gesamtleistung ist fast gleich der im vergangenen Jahr. So konnten uns die zehn Besten des RdE zum drittenmal bei der Neptunwertung schlagen (105,6 gegen über 160 Punkte) und den Pokal endgültig nach Hause tragen. Im Rahmen der nationalen und internationalen Wanderfahrerabzeichen haben in diesem Jahr folgende Mitglieder besondere Auszeichnungen erhalten
Eine besondere paddlerische Leistung hat Rudi Weinert in diesem Sommer vollbracht. Er hat nach einem kalten Winter in Kanada, den er teilweise mit Hundeschlittenrennen verbrachte, den Teslin River und ganzen Yukon bis in die Beringsee befahren; selbst Eisgang bereits im Juli konnte ihn nicht aufhalten. Zweieinhalb Monate und 3450 km war er unterwegs. Bezüglich des Bootsmaterials hat es einige Ergänzungen gegeben.
Nach längerer Diskussion wurde wieder ein Sechser angeschafft.
Er ist aus GFK, denn der Bau eines Holzbootes hätte wahrscheinlich
zu lange gedauert - wir haben ja Erfahrungen mit unserem neuesten
Zehner - und außerdem ist er unempfindlicher, wenn doch mal
kleinere Flüsse befahren werden. Das Jahr begann mit dem Skiwochenende im Harz. Es schneite kräftig und Temperaturen um 0° C ließen den Schnee unter den Skiern stollen, was Schuppenskibesitzern zeigte, daß auch diese gewachst werden müssen. Das Wochenende verlief harmonisch, mit den üblichen Drängeleien bei der Bettenvergabe und beim Essen; am Tage im Freien und abends verteilte es sich in kleine Gruppen. Die weitere Saison zeigte ersteinmal relativ geringe Beteiligung
an verschiedenen Fahrten und Aktivitäten an. So waren zum
Frühjahrsputz so wenige, daß Kuddels Liste bei weitem nicht
abgearbeitet werden konnte. Ostern war es richtig warm, so daß die Touren trotz geringer
Beteiligung recht angenehm verliefen. Trotz mieser Wettervorhersage fanden sich am Himmelfahrtsmorgen
15 ACCer im Club ein, um 2 Rostocker und 6 Bremer die Trave
zu zeigen. Einige wenige Schauer steigerten sich am Einsatz
in Warderbrück zu einem Guß, daß einem das Wasser an den Beinen
hinunterlief und in den Schuhen schwappte. Rund ein Dutzend
Leihcanadier verhinderten einen zügigen Einstieg und die
Böschung wurde immer rutschiger und matschiger. In Schweden wurden wir auch nicht von der Sonne verwöhnt,
aber trotzdem kann man nicht sagen, daß es vor sechs Jahren
schöner war. Jetzt war es halt anders und eher Schweden-like.
17 ACCer folgten Heikes und Lutz´ Ruf in die Wildnis. Parallel lief über die Pfingstfeiertage noch eine Fahrt auf der Schlei. Es herrschte reichlich Wind. So konnte die Kentersicherheit gut getestet werden. Die alten Fischersiedlungen Holm und Maasholm stilgerecht mit dem Boot anzufahren und zu besichtigen bereitete besonderes Vergnügen. Am Tag des Stiftungsfests regnete es den ganzen Morgen, Mittag
und es sah nicht so aus, als würde es sich nachmittags ändern.
So wurde der Nachmittag ersteinmal mit Kuchenessen im Zelt
begonnen. Scheinbar aßen alle ihre Teller leer, denn der Himmel
schloß anschließend seine Schleusen. Gemütlich waren wieder die Abende bei Anny und Jürgen in der Heide und die Paddelei auf Luhe und Seeve verging schneller als erwartet, so daß diesmal noch ausreichend Zeit für Kaffeetrinken, Klönen und Spaziergänge blieb. Der Juli hat uns mit Hitze und Sonne verwöhnt. Kaum hatte
man Lust ins Auto zu steigen, um zum nächsten Fluß zu fahren.
Aber dort wurde es angenehm; meist ein leichter Lufthauch
und Schatten. So ließ es sich gemütlich über die Eider gondeln.
Und auf der Schlei und an der Ostsee wurde dann fleißig gebadet
und die Kentersicherheit geprüft. Auch auf der Nordsee wurden die ACCer verblasen. Die Hinfahrt
nach Langeneß/Hilligenley verlief noch ganz ruhig. Aber am
Sonnabend gab es sechser Wind. Statt zu paddeln wurde die
Hallig mit Fahrrädern erkundet, was auch nicht ganz einfach
war. Nach einem Super Sommer zeigte sich auch noch der September
von seiner besten Seite. Auch bei nicht ausgeschriebenen Fahrten trafen sich viele
ACCer, so beim Bezirks-Abpaddeln auf der Aller. Ein Wochenende später wurde es bereits etwas herbstlich.
So war es gut, daß Karin Bunge uns in einer Pension eingemietet
hatte. Abends klönten wir im gemütlichen Tagesraum, morgens
gab es ein wohlschmeckendes reichhaltiges Frühstück. Nur wenige
Meter war es bis zum Einsatz am Zeltplatz Waakhausen. Mit richtiger Herbststimmung paddelten wir ab. Die Alster
hatte so wenig Wasser wie selten; 10er konnten nicht benutzt
werden. Aber die Alster war trotzdem voll, denn wir trafen
viele Kanuten Hamburger und auswärtiger Vereine. Traditionell wurde Mitte Oktober wieder am Hohenstein / Weserbergland
gewandert. In diesem Jahr war der Andrang so groß, daß nach
zwei Tagen die Anmeldeliste geschlossen werden mußte; 30 Personen
von 2 bis 71 Jahren nahmen teil. Wer das Bettenlager nicht
mochte, nahm ein Zimmer im nahen Hotel oder schlief im eigenen
Wohnmobil. Paddlerische Aktivitäten wurden dann etwas zurückgefahren. So mußte die Bille-Fahrt wegen Niedrigwassers ausfallen. Aber auch die kühle, dunkle Jahreszeit ließ uns etwa kürzer treten. Es ist eher die Zeit Feste zu feiern. Das Herbstfest war in diesem Jahr wieder besser besucht.
Leider aber noch nicht so gut, wie in den besten Jahren. Aber
nach dem Erfolg des Stiftungsfestes wird es mit dem Herbstfest
sicher auch wieder aufwärts gehen. Dafür hatten wir bei der Nikolaus-Regatta diesmal mehr Glück.
Kein Eis, rund 200 Meldungen. Beim Aufstehen war der Himmel
noch schwarz und es goß. Pünktlich zum Start schien aber die
Sonne. So gleißten die Paddel und die aufgewirbelten Wasserspritzer
im Sonnenlicht vor dunklem Regenhimmel. Mit der Magdeburger Weihnachtsfahrt, die außer den Jugendlichen
nur Jens besuchte, und dieser hauptsächlich als Betreuer und
Fahrer für Erstere (Viele Dank dafür), klang das Jahr 1999
aus. Und lassen wir uns auch überraschen, was das nächste Jahr unter der Ägide eines neuen Wanderwarts bringen wird. Ich bedanke mich für die Unterstützung und die Beteiligung in den vergangenen neun Jahren. Jürgen Becker |
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Letzte Änderung
am 26.08.2005 13:39
durch das Online-Team des ACC.
Heute: 12.10.2008 04:35 Datei: wa_jahr1999.shtml
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